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    Öffentlichkeit, Privatheit, (Verständigungs-)Orte

„Lesbisch sein“ in der heutigen Zeit

Seit den 1990ern werden lesbische Frauen auch in Filmen und Serien dargestellt. Beispiele hierfür sind Fernsehserien wie Dark Angel (2000–2002) mit der Figur Original Cindy, Berlin, Berlin (seit 2002) mit Rosalie, der besten Freundin der Hauptfigur Lolle, Friends (1994–2004) mit mehreren lesbischen Figuren, unter anderem Ross' Ehefrau Carol, die sich in ihre beste Freundin verliebt, oder Ellen (1994–2001) mit der Schauspielerin Ellen De Generes, die sich gleichzeitig mit ihrer Serienfigur Ende der 1990er Jahre outete. Mit The L Word, das 2006 im deutschen Fernsehen anlief, gibt es eine vollständig lesbische Serie. Dennoch sind Lesben im Fernsehen nach wie vor Sonderfiguren. Die meisten von ihnen sind jung, entsprechen etablierten Schönheitsidealen, und sind beruflich erfolgreich.

Lesbische Lebensentwürfe

Trotz einer gestiegenen medialen Präsenz homosexueller Frauen seit der 1990ern ist eine offen lesbische Lebensweise nicht etabliert, so dass es beispielsweise nur wenige offen lesbische Spitzenpolitikerinnen gibt, was auch daran liegt, dass es allgemein wenige weibliche Spitzenpolitikerinnen gibt. In Österreich ist zum Beispiel Ulrike Lunacek von den Grünen eine offen lebende lesbische Frau. Die lesbische Identität bezieht sich ganz wesentlich auf frauen- und lesbenzentrierte Lebensweisen und Interessen. Lesbische Identität und lesbische Kultur umfassen heute ein breites Spektrum. Auch wird der in den Anfangsjahren der lesbischen Bewegung selbstverständliche Zusammenhang mit dem Feminismus von vielen Lesben differenziert betrachtet – nicht zuletzt als unbeabsichte Folge der durch lesbisch-feministisches Engagement erzielten Erfolge bei der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen. Aktuelle Themen im lesbischen Leben sind analog der gesamtgesellschaftlichen Diskussion, beispielsweise Fragen zum Leben im Alter und Regenbogenfamilien als eine gleichberechtigte Familienform.


Geschichte des Spinnboden-Archivs


Am 17.6.1973 beschlossen Frauen der HAW-Frauengruppe ein Archiv einzurichten in dem vor allem Protokolle der Plenumssitzungen und Pressematerial gesammelt werden sollte. Nachdem sich1974 die HAW-Frauengruppe von der Homosexuellen Aktion Westberlin abspaltete und ein LesbischesAktionsZemtrum (LAZ) gründete wurde das Archiv zeitweise von der LESBENPRESSE und in Privatwohnungen von Frauen aus dem LAZ beherbergt. 1980 übernimmt Gudrun Schwarz das Archiv, welches sich daraufhin in ihrer Wohnung befand. 1982 wurde das Archiv mit einem Bestand von ca. 800 Büchern, 42 Ordnern mit Zeitungsartikeln, Zeitschriften, Dias, Filmen und Plakaten eröffnet. Die Materialien wurden von lesbenbewegten Frauen zur Verfügung gestellt. 1983 wurde das Archiv als Verein angemeldet und bestand unter dem Namen "Spinnboden - Archiv zur Entdeckung und Bewahrung von Frauenliebe e.V.". 1988 zog das Archiv in die Burgsdorfstraße 1 in den Wedding um. Im Oktober 1995 zieht das Archiv erneut um. Diesmal in die heutigen Räume in der Anklamer Straße. 2001 wurde der Name in "Spinnboden-Lesbenarchiv und Bibliothek e.V." umgenannt.


Damals in  pelzeschriftzug

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Die "Pelze", das war in den 80ziger und 90ziger Jahren: MULTI MEDIA; Sisterproject HYDRA; Performance Christa Biedermann (siehe Photos); LESBIAN NIGHT; MODEN-SHOW I+II; LAUT-MAL-AKTION; AIDS UND FRAUEN; FARBSKIZZE IM DIARAHMEN mit Renate Hampke + Roswitha Baumeister; ROSENMONTAG ALLES ROT mit Mahide Lein; SEEPFERDCHEN-PARTY mit Anita Printz; Forschungsinstitut RECHERCHE SENTIMENTAL mit Traude Bührmann und Roswitha Baumeister und und und.

Kult-ort Pelze 1991 1. Berliner LESBENWOCHE Frauenzeitschrift WEIBBLICK


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