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Statements + Presse

    Podium für ein Schaumbad der Verweigerung
    der heterosexuellen Matrix

    Habe gerade die Startseite des L-Projekt gelesen und möchte dringend einiges loswerden:
    Der Einführungstext ist sprachlich anspruchsvoll. Doch erweckt er inhaltlich den Eindruck, dass alles, was in der Ausstellung zu sehen sein wird, im Westen stattgefunden hat. (Da ist frau dann regelrecht erstaunt links in der Navigationsleiste Lesben in der DDR zu entdecken. Was machen sie da, wenn sie doch gar nicht erwähnt wurden?) Dieser Text macht die Aktionen von Lesben in der DDR unsichtbar bzw. trägt schon bei der ersten Lektüre der Einführung zur Ausstellung zur Marginalisierung bei. So entsteht der Eindruck: ach ja, das/die gabs ja auch noch irgendwo... war(en) aber nicht so wichtig... Hier der Text zur Illustration des Problems: Anfangs kämpften sie noch zusammen mit den schwulen Männern in den Gruppen der HAW (Homosexuelle Aktion Westberlin) für ihre Emanzipation, (die Lesben in Ostberlin kämpften in den 70ern nicht?) wandten sich dann jedoch eher der feministischen Frauenbewegung zu, wo sie sich um die Gründung von Frauenhäusern, -gesundheitszentren, -buchläden, -sommeruniversitäten, -zeitungen, -archiven, -kulturzentren, -kneipen, - sportvereinen, -musikzentren, -hotels, -reiseveranstaltern .... kümmerten. Und so geht es, was die 70er und 80er Jahre betrifft, weiter. In diese Einführung gehört wenigstens ein Satz, der die (unterschiedliche) Bewegung von Lesben in Ostberlin im dargestellten Kontext anreißt bzw. an geeigneter Stelle einen Verweis bringt. Mehr als ein Satz muss es nicht sein, aber dieser sollte unbedingt drin sein. Wem nützt es, nicht zu erwähnen, dass es zwei deutsche Staaten mit ihren eigenen Kämpfen und "Bewegungen" gegeben hat, auch schwarze Lesben und ihre Emanzipation uam. soweit erst mal, Grüße Dr. Marina Krug.

    www.morgenpost.de

    Das SCHWULE MUSEUM Berlin zeigt hier erstmalig in Europa vom 22.8.- 7.12.2008 (Eröffnung am 21.8., 19h) die Sonderausstellung L-Projekt (www.l-projekt). Dabei werden Einblicke in das Leben von Lesben in Berlin zwischen 1970 und heute eröffnet. Politik und Kultur lesbischer Frauen und der Lesbenbewegung in den vergangenen 40 Jahren zwischen Frauenbewegung und "queerer" Community der 90er Jahre werden dabei beleuchtet. Rund um die Vernissage ein haben sich musikalische Gäste unterschiedlicher Stile und weitere Performances angesagt.

    www.shape-fm.de - 24.08.2008
    shape_fm

    "L-Projekt" - Lesbenausstellung im Schwulenmuseum Berlin Museum zeigt Lesben-Ausstellung Unter dem Titel "L-Projekt" wird in einer dreimonatigen Sonderausstellung im Schwulenmuseum in Berlin erstmals Politik und Kultur lesbischer Frauen und der Lesbenbewegung der vergangenen vierzig Jahre dargestellt. Das Schwule Museum, dass im Laufe seiner langjährigen Ausstellungsarbeit bereits in verschiedenen Sonderausstelllungen und in der Dauerausstellung zu "200 Jahre schwuler Geschichte" Aspekte der Geschichte lesbischer Frauen beleuchtet hat, wird zur Bühne für die erste umfangreiche Darstellung lesbischer Politik und Kultur in Deutschland. Mit dem L-Projekt verstärkt das Museum seine Bemühungen um eine gleichberechtigte Repräsentanz lesbischer Frauen. Die Ausstellung stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein für die strategische Öffnung des Museums hin zu einem lesbisch-schwulen bzw. 'queeren' Museum dar.
    Die KuratorInnen dieser Ausstellung: Dr. Birgit Bosold, Michael Fürst und Franziska Schubert. Dank für die geleistete Arbeit! www.siegessaeule.de - 25.08.2008
    Schwules Museum bald lesbisch?

    Birgit Bosold vom Schwulen Museum über die Ausstellung "L-Projekt" und inhaltliche Neuordnung des Hauses - Mit dem "L-Projekt" zeigt das Schwule Museum Dokumente lesbischen Lebens in Berlin. Wird das Schwule Museum lesbisch? Auch lesbisch – das ist tatsächlich so beabsichtigt. Das Schwule Museum orientiert sich strategisch neu: Diese Ausstellung ist dabei ein wichtiger Meilenstein. Wird der Name des Hauses dann nicht hinfällig? Ja, wir überlegen gerade, wie man das am besten angeht, weil der Name eine eingeführte Marke ist. Wichtiger finde ich die inhaltliche Neuordnung. Besuchen euch auch Lesben oder gibt es da Vorbehalte? Schätzungsweise ein Drittel aller Besucher sind Frauen. Wir hatten in der Vergangenheit schon lesbische Ausstellungen hier, die erfolgreich liefen. Was ist für dich lesbische Kunst, ist sie ähnlich kommerzialisierbar wie schwule? In den 80ern gab es in der Potsdamer Straße 139 den Laden "Pelze, Frauen, Multimedia", der überwiegend von Lesben gemacht wurde. Das war eine sehr wenig am Mainstream orientierte, anarchistische Subkultur. Für mich ist das sehr typisch für lesbische Kunst. Wäre es schlimm, wenn sich lesbische Kultur besser vermarkten ließe? Überhaupt nicht. Wenn lesbische Künstlerinnen ihr Geld damit verdienen können, finde ich das super. Bleibt nur die Frage: Was kauft man sich mit ein, wenn man sich in die kommerzialisierte Kunst begibt? Das "L-Projekt" dokumentiert lesbisches Leben aus vier Jahrzehnten. Wie ging die Berliner Lesbenbewegung damals eigentlich los? Eine Initialzündung war Anfang der 70er eine lesbische Frauengruppe, die sich "schwule Frauen" nannte. Die haben im Kontext der Homosexuellen Aktion Westberlin anfangs mit Schwulen zusammengearbeitet, trennten sich aber recht schnell von den Jungs. Die politische Arbeit von Lesben in den 70ern und 80ern war stark in feministischen Kontexten verortet. Die ganzen Frauenprojekte wären never ever entstanden, hätten Lesben nicht mitgemischt. Welchen Mehrwert gibt es neben dem Dokumentarischen? Anlass dieser Ausstellung ist auch der Aspekt des Community- Buildings: Älteren den Spaß machen, sich noch mal ihre Jugend anzugucken. Und den Jüngeren erzählen, was alles schon gelaufen ist, als sie noch in den Windeln lagen. Wir zeigen die Vielfalt lesbischen Lebens. Interview: sis

    www.AVIVA-BERLIN.de im August 2008: Sonderausstellung L-Projekt über Lesben im Schwulen Museum Berlin AVIVA-Redaktion Erstmalig wird in Europa vom 22. August bis 7. Dezember 2008 die Sonderausstellung "Lesben in Berlin von 1970 bis heute" gezeigt. Dabei wird auf die Politik und Kultur lesbischer Frauen... ...und der Lesbenbewegung in den vergangenen vierzig Jahren zwischen Frauenbewegung und "queerer" Community der 90er Jahre eingegangen. Unter dem Titel L-Projekt wird in einer dreimonatigen Sonderausstellung erstmals Politik und Kultur lesbischer Frauen und der Lesbenbewegung der vergangenen vierzig Jahre in Berlin dargestellt. Nicht im Sinne einer linearen Geschichtsschreibung soll das Thema angegangen werden, sondern vielmehr unter dem Aspekt der Disparität. Diese zeigt sich insbesondere an der Vielzahl und Verschiedenheit von Themenfeldern, die für lesbische Frauen in den unterschiedlichsten Kontexten von Bedeutung waren. Dass es dabei entlang einer zeitlichen Chronologie Veränderungen gegeben hat, liegt wiederum auf der Hand. Im Rahmen des Ausstellungsprojekts werden die Themenfelder in Clustern organisiert, die Schwerpunkte bündeln und somit zu Informationsquellen für die AusstellungsbesucherInnen werden. Das Besondere des Ausstellungskonzeptes ist es, dass die scheinbar unabhängigen Cluster miteinander in Verbindung gebracht werden und eine Netzwerkstruktur entsteht, die die vielfältigen Überschneidungen und Verknüpfungen der Themen sichtbar macht. Das Schwule Museum hat in den vergangenen Jahren während verschiedener Sonderausstellungen (z. B. Elisabeth Leithäuser/ 2005, mittenmang/ 2003 oder Marlene Dietrich/ 2001) und in der Dauerausstellung zu "200 Jahren schwuler Geschichte" Aspekte der Vergangenheit lesbischer Frauen beleuchtet. Das L-Projekt wird der strategischen Umorientierung des Schwulen Museums zu einer gleichberechtigten Repräsentanz lesbischer Frauen in einem künftig lesbisch- schwulen Museum einen wichtigen Meilenstein hinzufügen.

    http://karlsruhe.gay-web.de  Lesben in Berlin seit Anfang der 1970er bis heute Ausstellung vom 22. August 2008 bis 07. Dezember 2008 Unter dem Titel L-Projekt wird in einer dreimonatigen Sonderausstellung im Schwulen Museum in Berlin erstmals Politik und Kultur lesbischer Frauen und der Lesbenbewegung der vergangenen vierzig Jahre in Berlin dargestellt. Nicht im Sinne einer linearen Geschichtsschreibung soll das Thema angegangen werden, sondern vielmehr unter dem Aspekt der Disparität. Diese zeigt sich insbesondere an der Vielzahl und Verschiedenheit von Themenfeldern, die für lesbische Frauen in den unterschiedlichsten Kontexten von Bedeutung waren. Dass es dabei entlang einer zeitlichen Chronologie Veränderungen gegeben hat, liegt wiederum auf der Hand. Im Rahmen des Ausstellungsprojekts werden die Themenfelder in Clustern organisiert, die Schwerpunkte bündeln und somit zu Informationsquellen für die AusstellungsbesucherInnen werden. Das Besondere des Ausstellungskonzeptes ist es, dass die scheinbar unabhängigen Cluster miteinander in Verbindung gebracht werden und eine Netzwerkstruktur entsteht, die die vielfältigen Überschneidungen und Verknüpfungen der Themen sichtbar macht. Das Schwule Museum hat in den vergangenen Jahren während verschiedener Sonderausstellungen (z. B. Elisabeth Leithäuser / 2005, mittenmang / 2003 oder Marlene Dietrich / 2001) und in der Dauerausstellung zu "200 Jahren schwuler Geschichte" Aspekte der Vergangenheit lesbischer Frauen beleuchtet. Das LProjekt wird der strategischen Umorientierung des Schwulen Museums zu einer gleichberechtigten Repräsentanz lesbischer Frauen in einem künftig lesbischschwulen Museum einen wichtigen Meilenstein hinzufügen. Zur Ausstellung wird es ein umfangreiches Rahmenprogramm im Schwulen Museum geben. Das L-Projekt will auch den Diskussionsbedarf forcieren, der sich aus der Platzierung einer Lesbenausstellung im Schwulen Museum ergibt.

    Geschrieben von Martin Morgenstern
    berlin030
    www.berlin030.de - 25.08.08

    Ab 21 Uhr im Goya - Spätestens seit »The L-Word«, dem L-Mag, den L-Tunes und der L-Filmnacht ergibt sich ein gewisser Trend in Richtung Veranstaltung mit L-Inhalten. Genau diesem Strom schließt sich – wer hätte es gedacht – das L-Projekt an. Die Ausstellung im Schwulen Museum wirft einen kritischen Blick auf die letzten 40 Jahre und die aktuellen Geschehnisse lesbischer Politik und Kultur in Berlin. Die erstmalig in Europa stattfindende Sonderveranstaltung soll mit einer in Programm passenden Party eröffnet werden. Unter dem Titel »Keep on« feiern im Goya am Nollendorfplatz »Lesbians, Trans & Friends« die Ausstellung, sich selbst und die Hoffnung auf baldige gleichberechtigte Repräsentanz der L-Menschen.


    Schwule Museum/e mail l-projekt